Antibiotika in der Tiermast

Frau Aigner hilft Senatorin auf die Sprünge


Die Bundesverbraucherschutzministerin will die Antibiotikagabe in der Tiermast drastisch verringern. Plötzlich sieht auch Hamburgs zuständige Senatorin dies ähnlich, und tut so, als habe sie dies schon immer gefordert. Das ist erstaunlich: Denn im Juli hatte der Senat noch gesagt, dass er keine Notwendigkeit zum Handeln sehe. Die GAL begrüßt den Sinneswandel der Senatorin dennoch.

Heidrun Schmitt, Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion für Verbraucherschutz, erklärt hierzu: 

„Noch vor einigen Monaten erklärte der Senat in der Antwort auf unsere Große Anfrage (20/867), dass er keine Notwendigkeit sehe, den Antibiotikaeinsatz in der Tiermast zu verringern.

Ich freue mich, dass die Senatorin nun doch noch die Bedeutung des Themas erkannt hat. Es verwundert allerdings, dass der Senat – kaum gibt es einen Skandal – so tut, als sei ihm dieses Thema schon immer ein Anliegen gewesen.

Der Zusammenhang zwischen Antibiotikagabe in der Massentierhaltung und der Entstehung multiresistenter Keime ist seit Langem bekannt. Die jetzt angekündigten Maßnahmen packen das Problem allerdings nicht an der Wurzel. Wir brauchen eine konsequente Abkehr von der industriellen Massentierhaltung.“



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