Echte Perspektive statt Schrumpfkur
Im Rahmen der Haushaltsberatungen wird am Donnerstag der Etat der Wissenschaftsbehörde debattiert. Die GAL-Fraktion kritisiert die faktische Kürzung bei den Hochschulen im Haushaltsplan der SPD.
Mit einem eigenen Antrag zeigen die Grünen auf, wie die Universität jährlich aufwachsend 12,5 Mio. Euro mehr erhalten kann. Bis 2015 hätte die Uni damit jährlich 50 Millionen Euro mehr zu Verfügung.
Dr. Eva Gümbel, wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, sagt dazu:
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Während die SPD durch falsche Schwerpunktsetzung den Hochschulen eine Schrumpfkur verordnet, wollen wir die Hochschulen stärken. Die Zusage für eine Etat-Steigerung um nur 0,88 Prozent jährlich bis 2020 bedeutet faktisch einen Sparkurs, weil Lohnsteigerungen und Inflation deutlich höher liegen.
Mit unserem Antrag zeigen wir einen anderen Weg auf. Der Uni soll eine echte Entwicklungsperspektive bekommen. Wir sehen die Hochschulbildung als Schwerpunkt und wollen diese überproportional mit Mitteln ausstatten. Ab 2015 wären das eben jene zusätzlichen 50 Mio. Euro pro Jahr, die Hochschul-Präsident Lenzen gefordert hat, um mit Spitzenuniversitäten wie Berlin oder München mithalten zu können.“
Stadtsoziologen und -ökonomen sind sich darin einig, dass die Entwicklung moderner Metropolen von ihren Hochschulen abhängt. Die SPD behindert die Entwicklung der Hamburger Hochschulen durch die Erhöhung der globalen Minderausgabe, durch die Verweigerung eines adäquaten Inflationsausgleichs sowie durch Übertragung von zusätzlichen Ausgaben, für die die Hochschulen jedoch keine Mittel erhalten. Dass es auch anders geht, zeigt der Antrag 20/2241 der GAL-Fraktion.
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