SPD-Antrag zu Historischen Museen

Kulturpolitisches Armutszeugnis


Am Mittwoch debattiert die Bürgerschaft über den SPD-Antrag zur Fortentwicklung der Historischen Museen. Dieser steht im direkten Gegensatz zum Konzept zur Neugliederung der Stiftung Historische Museen und sieht eine Herauslösung des Helms-Museums vor. Die GAL-Fraktion hält diesen Vorschlag für falsch.

Christa Goetsch, kulturpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, erklärt dazu:

„Die Museumspolitik der SPD macht Schluss mit der Idee, die Hamburger Stadtgeschichte abgestimmt und aus einem Guss zu präsentieren. Diese Entscheidung ist getragen von bezirklichen Lobbyinteressen und von der fach- und realitätsfernen Einschätzung der SPD-Fraktion.

Der Antrag lässt die Leitungsfrage für die Reststiftung weiter ungeklärt. Auch gibt es keine Aussagen zur konkreten Aufteilung der Mittel. Darüber hinaus will die SPD das Helms Museum in bezirkliche Obhut geben. Das ließe sich nur begründen, wenn sich das Museum konsequent auf die Stadtgeschichte Harburgs konzentrieren würde. Dies ist aber nicht der Fall. Die langfristigen Vorschläge zum Hafenmuseum im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Historischen Museen werden von der SPD ignoriert.

Die Kultursenatorin hatte sich zuvor deutlich positiv zu einem vernünftigeren Vorschlag geäußert, wird aber jetzt von der SPD-Fraktion an die kurze Leine genommen. Für die Stadt sind dieser Streit und das jetzige Ergebnis ein kulturpolitisches Armutszeugnis.“

 



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