Gewalt im Sport

Foulspiel: Senat vertuscht Untätigkeit


Am Donnerstag hat der Senat verkündet, er wolle einen „Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit“ einrichten. Das klingt nach den Fan-Krawallen in der Alsterdorfer Sporthalle gut, die Nachricht kommt allerdings sehr spät. Vor exakt sieben Monaten hatte die Bürgerschaft den Senat damit beauftragt.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Christiane Blömeke:

„Sieben Monate hat Senator Neumann die Einrichtung eines ständigen Ausschusses für Sicherheit und Sport verschlafen. Mit der Ankündigung heute vertuscht er seine eigene Untätigkeit. Das ist mehr als bedauerlich – denn möglicherweise wären die Krawalle mit einem ständigen Ausschuss zu verhindern gewesen. Die Fan-Projekte werden über das Spieltempo des Senats sicherlich erfreut sein. Powerplay sieht anders aus.“

Zu den Ergebnissen des Runden Tisches wird die GAL-Fraktion eine Selbstbefassung im Sportausschuss beantragen.

 Hintergrund
Der Antrag der SPD-Bürgerschaftsfraktion zur „Umsetzung des nationalen Konzepts Sport und Sicherheit“ (Drucksache 20/618) wurde am 8. Juni 2011 mit den Stimmen der GAL-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE beschlossen. Darin wurde der Senat aufgefordert zur, Fußball-Bundesliga-Saison 2011/2012 diesen örtlichen Ausschuss einzurichten. Passiert ist seit Juni – nichts.



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