Erst denken, dann lenken
Die Bürgerschaft debattiert in ihrer Sitzung am Mittwoch den Antrag der GAL, die A 26 bestmöglich mit dem Hamburger Gebiet zu vernetzen. Grund für den Antrag sind die noch ungeklärten Ausweichwege für den Autoverkehr, so lange das Hamburger Teilstück nicht fertig gestellt wurde. Die GAL-Fraktion fordert, die A 26 erst dann freizugeben, wenn sie komplett befahrbar ist.
Dr. Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, erklärt mit Blick auf die Debatte:
„Die A 26 darf nicht vorschnell bis zur Landesgrenze freigegeben werden, da sonst die abfahrenden PKW und LKW Nincop und Neuenfelde überrollen. Erst wenn auch Hamburg seinen Teil der A 26 fertig gestellt hat, sollten die Länder gemeinsam die Autobahn ab Buxtehude in Betrieb nehmen.“
Insgesamt ist die Abfahrtssituation bei Rübke an der Niedersächsischen Grenze noch unbefriedigend gelöst. Der zu erwartende Schwerlastverkehr in Richtung Airbus/Finkenwerder findet derzeit keine tragfähigen Straßen, so dass auch hier ein Abfluss in nördlicher Richtung zu erwarten ist. „Hier muss der Senat Sorge tragen, dass die engen Dorfstraßen vom Durchgangsverkehr verschon bleiben“, fordert Steffen. „Diese Straßen sind bei weitem nicht für das zu erwartende Verkehrsaufkommen ausgelegt. Hinsichtlich der Abfahrten und der Ortsumgehung Rübke muss das Gebot gelten: LKW weg von Nincop und Neuenfelde.“
Auch bei der Anschlussstelle an die A 7 mahnt Steffen zur Weitsicht: „Hamburg sollte die Straßenführung nicht komplett auf die aktuell geplante Trassenführung der Hafenquerspange ausrichten. Wie und ob die Hafenquerspange kommt, kann derzeit nicht abschließend beantwortet werden. Daher sollte der Anschluss an die A 7 baulich so gestaltet werden, dass sämtliche südliche Spangen-Varianten bedient werden können. Ansonsten schafft Hamburg Fakten, die sich nachteilig und kostspielig auswirken könnten.“
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